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Sabine Jontofsohn

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Warum Judgementalism schlecht ist

Eine Klientin fragte mich einst: Was ist falsch daran "judgemental" zu sein? Es geht doch um die Wahrheit und was wahr und richtig ist, kann doch nicht falsch sein. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich ihr plausibel machen könnte, dass das in einer Beziehung nicht so eine gute Idee ist.

1. Es ist schlecht für dein Selbstbild

 Wer streng über andere urteilt geht auch streng mit sich selbst ins Gericht und das wiederum führt zu einem rigiden Denk- und Gefühlskorsett, es macht Angst und anfällig für Depressionen. Wenn du dem strengen Regime nicht genügen kannst, fühlst du dich schlecht und wertlos.

Gegenmaßnahme: Gehe freundlich mit dir um! Be kind to yourself!

2. Judgementalism ist ein Energiefresser

Im günstigsten Fall gelingt es, angepasst an den engen Rahmen zu leben, es muss jedoch sehr viel Energie aufgewendet werden, das "Unmoralische" zu vermeiden, und es bleibt wenig Energie und Aufmerksamkeit zur Verwirklichung positiver Ziele.

3. Judgementalism ist schlecht für die Gehirngesundheit

Judgementalism rationalisiert vorhandene negative Gefühle wie Angst und Wut. Der Ursprung dieser negativen Gefühle liegt meist weit in der Vergangenheit. Durch die kritischen Gedanken werden die negativen Gefühle "begründet" und aufrechterhalten.

Negative Emotionen werden in der rechten Hirnhälfte repräsentiert. Die neuronalen Strukturen vernetzen sich in diesem Bereich immer dichter, die neuronalen Schaltkreise werden immer erregungsbereiter. Es entsteht ein Ungleichgewicht im Gehirn, eine physische Struktur wächst, der Satz "So bin ich halt" gewinnt eine neue Bedeutung. Negative Gefühle werden zum vorherrschenden Lebensgefühl.

Gegenmaßnahme: Das Gehirn wieder umtrainieren, um die Dysbalancen auszugleichen.

4. Judgementalism ist ein Beziehungskiller

Der bekannte Wiener Psychiaters und Psychotherapeut Raphael Bonelli hat den den Begriff Moralischer Narrzissmus geprägt. Die eigenen Werte werden als die richtigen und wahren erklärt, ein Kniff um den anderen abzuwerten und sich selbst zu erhöhen.

Was Polemik möchte: Dass derjenige sich besser und überlegen fühlt und sich selbst bestätigt, moralisch das unfehlbar Richtige zu tun.

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