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Sabine Jontofsohn

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Sicher in den Burnout

Gebrauchsanweisung für Maximalen Stress rausholen

oder

Gute Voraussetzungen schaffen durch günstige Selbstbeeinflussung

 

Seien Sie ehrlich, bestimmt kennen Sie dieses wertvolle Tool schon und setzen es hier und da gerne ein: Benutzen Sie oft Phrasen wie „ich bin total gestresst“, „ich habe soviel Druck“ oder „mein Tag (meine Woche, meine Monat ... mein Leben) ist so stressig“?

1. Gebrauchsanweisung für maximalen Stress

Auch wenn Sie diese Phrasen nur in ihrem Kopf sagen – Ihr Unterbewusstes hört mit! Solche Sätze nennt man auch Suggestionen, damit beeinflussen Sie ihr Denken und Fühlen. Mit dieser Autosuggestion liegen Sie also goldrichtig, denn damit verstärken Sie das Gefühl der totalen Überforderung und Machtlosigkeit. Sie setzen sich noch mehr unter Stress und haben das Gefühl, Ihr Leben entgleitet Ihnen und Sie haben nichts unter Kontrolle.

Eine gute Entscheidung! Machen Sie mehr davon! – Es macht Sie krank und unglücklich und Sie kommen Ihrem Ziel, das Arbeitsleben hinter sich zu lassen, ein gutes Stück näher. 

Gerade in Zeiten höchster Anforderungen können Sie auf diese Weise sogar noch deutlich mehr Stress rausholen: Ihre Aufmerksamkeit wird vom Thema abgelenkt, Sie spannen Ihren Körper an, das führt zu größerem Verschleiß, kleine Beinahefehler erhöhen die Spannung, maximale Anstrengung kombiniert mit maximal angezogener Handbremse. 

Das Prädikat "hart arbeitender Mensch" ist Ihnen außerdem auf jeden Fall sicher.

Wichtig ist, sich klar zu machen, dass nicht die objektiven Anforderungen einer Situation uns unter Stress setzen, sondern wie wir die Situation interpretieren – und das ist Kopfsache. Also Entscheidungssache – Ihre Entscheidung:

Das lässt die möglichen Stressanlässe ins schier Unendliche steigen, und Sie allein können wählen, was Sie davon in Ihr Repertoire aufnehmen, ist das nicht wundervoll? Denken Sie allein an den Straßenverkehr, welch eine Fülle an Möglichkeiten, den Blutdruck ein wenig in die Höhe zu schrauben, und nicht allein den eigenen, womöglich auch den Ihrer BeifahrerInnen, die dann wiederum in einer Feedbackschleife helfen, den Effekt zu verstärken...

Neben den üblichen roten Ampeln, anderen Verkehrsteilnehmern, nutzen Sie auch Wahrnehmungen zur Verkehrsführung und zwar nicht nur vorübergehende, wie Baustellen und ähnliches, sondern sehen Sie auch die Politik, die hinter dem Ganzen steht, da wurden Fahrbahnen verengt zugunsten von Busspuren oder Fahrradwegen, und das wo es ohnehin schon zu wenig Platz gibt und die Autos ja auch immer größer werden. Wer hat sich diese unsinnige Verkehrsplanung nur ausgedacht ...?

Oder sind Sie eher Nutzer der Deutschen Bahn? Auch hier finden sich reichhaltige Anlässe. Lassen Sie sich keinesfalls dadurch stören, dass es immer die gleichen Umstände sind, die Baustelle vor Karlsruhe lässt sich gut bei jeder Fahrt aufs Neue als Anlass nutzen.

Wo wir gerade bei Ampeln sind nutzen Sie das Ampelsystem!

Ich erkläre Ihnen wie:

 

2. Gute Voraussetzungen schaffen günstige Selbstbeeinflussung mittels

Priorisieren: So funktioniert das Ampelsystem

 

Dazu machen wir eine Anleihe aus der Medizin:

Das Ampelsystem wurde ursprünglich in Großbritannien für Ärzte in der Notaufnahme entwickelt unter dem Namen Manchester Triage System.

So funktioniert es:

Für jeden neuen Patient wird eine Entscheidung getroffen, gehört er in die Kategorie ROT, GELB oder GRÜN?

 

ROT – lebensbedrohliche Situation, sofortiges Handeln ist gefragt!

GELB – ernste Verletzung, keine akute Lebensgefahr

GRÜN – nicht dringend

 

Damit konnten die Ärzte trotz der hohen Belastung handlungsfähig bleiben und die Patienten wurden je nach Dringlichkeit in sinnvoller Reihenfolge behandelt.

Interessant: Eine Studie hat gezeigt, dass Menschen, die im Alltag alles auf ROT setzen, einen doppelt so hohen Cortisolspiegel aufweisen wie die Durchschnittsbevölkerung. 

Also:

Priorisieren Sie, aber richtig! Goldene Regel: Setzen Sie alles schön auf ROT. Sehen Sie ROT!

Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe:

Erstens, Sie erleben alles hautnah und in Echtzeit, lassen sich ungefiltert überrollen und SIE entscheiden über Zuordnung zur Kategorie – damit gewinnen Sie Handlungsfähigkeit.

Zweitens gewinnen Sie aus der klaren Zuordnung der systematischen Gesamtpriorität von allem auf ROT das gewünschte Gefühl, etwa in der Art "Hilfe, ich weiß gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht!" Bingo! Perfektes Katastrophenszenario!

Leichter gesagt als getan im Alltag – aber üben Sie.

Tip:

 

Schritt 1: Benutzen Sie Ihren Körper

Machen Sie sich zuerst ROT klar – das sind wirklich wenige Situationen. Wie fühlt es sich an im Körper? Achtung: Energie bis kurz vor den Anschlag hochfahren, Atmung flach, gerne auch die Luft kurz anhalten, Zähne zusammenbeißen, Schultern hochziehen. Damit können Sie Ihr Nervensystem managen und bleiben im roten Bereich. Sie sind der Boss in ihrem Körper – denken Sie daran - reagieren Sie auf jede Anforderung als wenn es ROT wäre! 

Außerdem gut: Machen Sie die Anforderungen sichtbar – nutzen Sie einen großen roten, Zettel und schreiben Sie alles drauf – damit entlasten Sie sich, wenn Sie vergessen, immer an alles denken zu müssen. Sie können die rote Liste jederzeit zur Hand nehmen um sich wieder zu erinnern.

Nachdem Sie im ersten Schritt die Anforderungen an Sie korrekt priorisiert haben, geht es im zweiten Schritt um die Vorbereitung, - wie können Sie die Anforderungen noch komplizierter und mit zusätzlichem Stresseffekt gestalten?

 

Schritt 2: Vorbereitung

Immer alle Optionen aufrufen, tägliche Entscheidungen multiplizieren! Denn - Forschungsergebnisse zeigen - je mehr Optionen wir haben, desto länger dauert jede Entscheidung. Und je mehr Entscheidungen wir zu treffen haben, desto angestrengter wird unser Gehirn. Fühlen Sie es auch? Hier geht es wieder in Richtung rot!

 

Hier zwei No-Gos, damit Sie keine wichtigen „Basis-Stress“ Quellen mehr verpassen:

Nr. 1: Planen - bloß nicht

Hier am Beispiel Essen: Entscheiden Sie spontan, wann, was und wo Sie essen, und wer es zubereitet, und zwar jeden Tag neu. Hunger eignet sich hervorragend als Brandbeschleuniger für rote Situationen.

Nr. 2: Automatisieren - ja nicht

Automatisieren - Listen, Routinen, automatisierte Wiederholungseinkäufe etc., das ist was für Langweiler und simplifiziert Entscheidungen unnötig, also: sein lassen.

 

Sie sehen, dass durch Priorisieren und Vorbereiten eine Menge zusätzlicher Stress generiert werden kann. 

Und das schöne daran: SIE HABEN ES IN DER HAND. 

 

 

 

 

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